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	<title>Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung</title>
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	<description>Eine andere Wissensproduktion ist möglich…</description>
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		<title>Freiheit statt Frontex</title>
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		<comments>http://kritnet.org/2011/freiheit-statt-frontex/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 12:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Position]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungnahme der Netzwerke afrique-europe-interact, welcome to europe und Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung. Zur Mitzeichnung bitte eine kurze Email an fsf@antira.info schicken. Pdf runterladen: english arabic french italian spanish german Freiheit statt Frontex Keine Demokratie ohne globale Bewegungsfreiheit Die Dynamik des arabischen Frühlings strahlt aus in die ganze Welt. Die Aufstands­be­we­gungen im Maghreb machen Mut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stellungnahme der Netzwerke afrique-europe-interact, welcome to europe und Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung. Zur Mitzeichnung bitte eine kurze Email an fsf@antira.info schicken.</p>
<p>Pdf runterladen: <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.en-freedom.not_.frontex.pdf'>english</a> <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.ar-‫الحرية-بدل-فرونتكس‬.pdf'>arabic</a> <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.fr-la.liberté.à.la_.place_.de_.frontex.pdf'>french</a> <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.it-libertà.non_.frontex.pdf'>italian</a> <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.es-libertad.sí.frontex.no_.pdf'>spanish</a> <a href='http://w2eu.net/files/2011/03/fsf.de-freiheit.statt_.frontex.pdf'>german</a><br />
</em><br />
<strong>Freiheit statt Frontex<br />
Keine Demokratie ohne globale Bewegungsfreiheit </strong></p>
<p>Die Dynamik des arabischen Frühlings strahlt aus in die ganze Welt. Die Aufstands­be­we­gungen im Maghreb machen Mut und Hoffnung, nicht nur weil despotische Regime verjagt werden, die vor kurzem noch unüberwindbar erschienen. So offen die weiteren Ent­wick­lung­en bleiben, im Domino­effekt der tunesischen Jasminrevolution meldet sich in atem­be­raub­en­der Schnelligkeit die alte Er­kenntnis zurück, dass Geschichte von unten gemacht wird. Die Kämpfe richten sich gegen die täg­liche Armut wie auch gegen die allgemeine Unter­drückung, es geht gleichermaßen um bessere Lebens­bedingungen wie um Würde, kurz: um „Brot und Rosen“.</p>
<p>Die unglaublichen Tage auf dem Tahrirplatz in Kairo stehen für die Suche nach neuen For­men der Selbst­organisierung und Basisdemokratie. Der Wunsch nach gleichen Rechten, nach Autonomie und Teilhabe am wirtschaftlichen Reichtum, spiegelt sich aber auch in den Booten Richtung Europa wieder: jetzt aus Tunesien, seit Jahren aus Nord- und Westafrika. „Exit“ – sich die Be­weg­ungs­frei­heit zu nehmen und zu migrieren, um ein anderes, besseres Leben zu finden, und „Voice“ – die Stimme zu erheben und den Kampf vor Ort zu führen, sind keine Gegensätze, sie stehen vielmehr in einem lebendigen Wechselverhältnis. </p>
<p>Das hatten – noch offenkundiger – bereits die Umbrüche 1989 gezeigt. Die Abstimmung mit den Füßen katalysierte damals die Protestbewegungen gegen das realsozialistische Unter­drück­ungs­regime. Die Mauer ist auch deshalb gefallen, weil die Menschen ihre Be­wegungs­frei­heit durch­gesetzt haben. Um so verlogener erscheint heute die Freiheitsrhetorik west­licher PolitikerInnen, die an­gesichts der Migrationsbewegungen aus und über Nordafrika ein­mal mehr das Bedrohungs­szenario der Überflutung bemühen, gegen die nun die euro­päische Grenzschutzagentur Frontex in Stellung gebracht wird. </p>
<p>Die EU-Regierungen haben die nordafrikanischen Machthaber hofiert und gestützt und sich in den letzten Wochen zögerlich bis bremsend gegenüber den Aufstandsbewegungen verhalten. Dahinter stecken starke ökonomische Interessen, aber auch die gewachsene Kolla­bo­ration in der Migrations­kontrolle. Despoten wurden umso wichtigere „Partner“, je effektiver sie als Wachhunde für ein vor­ver­lagertes EU-Grenzregime fungierten. Migrationsbewegungen aus Afrika sollten um jeden Preis eingedämmt werden.</p>
<p>Tausendfacher Tod und Leid nicht mehr nur auf See, sondern auch in den Wüsten und Internierungslagern waren und sind die Folgen dieser schändlichen Komplizenschaft. Die sub­saharischen MigrantInnen, die aktuell in Libyen Opfer pogromartiger Hetzjagden werden, sahen sich unter dem Gaddafi-Regime seit Jahren einer systematischen Ent­recht­ung, Willkür und Miss­handlungen ausgeliefert. Die EU hat dem libyschen Diktator Million­en gezahlt und Überwachungs­technik geliefert, eine ähnliche Kooperation gibt es mit dem marokkanischen Machthaber, und bis vor kurzem auch mit dem tunesischen Regime. Die arabischen Revolutionen markieren jetzt das mögliche Scheitern dieses brutalen Aus­grenz­ungs­projekts der EU im Mittelmeerraum. </p>
<p>Mit den gezielt medial gestreuten Befürchtungen über einen Kollaps der Migrations­kon­trolle wird nun die weitere Verschärfung und Militarisierung des EU-Grenzregimes legitimiert, verkörpert durch Frontex. Die europäische Grenzschutzagentur ergänzt und er­weitert die nationalen Kontroll­systeme, die seit Jahrzehnten auf Abschreckung und Kriminalisierung der Migrationsbewegungen zielen. Frontex soll – wie bereits vor der westafrikanischen Küste oder an der griechisch-türkischen Grenze – nun auch verstärkt vor Nordafrika zum Einsatz gebracht werden. </p>
<p>Italien erhält die Federführung für diese „Operation Hermes“. Das ist konsequent und schockierend ehrlich: In Folge des Schulterschlusses zwischen Berlusconi und Gaddafi kam es in den letzten Jahren zu unzähligen unrechtmäßigen Rückschiebungen im Mittelmeer, der italienische Staat hat sich geradezu als Meister im Bruch aller Flüchtlingsskonventionen inszeniert. Und nicht zufällig wird kriminalisiert, wer das Leben der Boatpeople rettet. Das zeigen die Fälle der Cap Anamur oder der tunesischen Fischer, deren Prozesse in Italien noch immer andauern. </p>
<p>MigrantInnen suchen Schutz oder ein besseres Leben in Europa. Sie wandern gegen ein Reich­tumsgefälle, das ganz wesentlich in den neokolonialen Dominanz- und Aus­beut­ungs­verhält­nissen zwischen Europa und Afrika begründet liegt. In Europa muss sich der uni­verselle Anspruch auf Freiheit und Demokratie deshalb am Umgang mit denjenigen messen lassen, die auf dem Weg der Migration gleiche Rechte einfordern. Frontex steht für den Ausbau eines tödlichen Grenz­regimes, für das in einer freien Welt kein Platz ist. Der Tod an den Außengrenzen könnte schon morgen Geschichte sein. Aber das ist politisch nicht ge­wollt. Stattdessen führen die EU-Ver­ant­wort­lichen einen regelrechten Krieg an den Außen­grenzen. </p>
<p>Innerhalb der EU gehören Entrechtung und Abschiebung zum rassistischen Alltag, in dem „Integration“ als Druckmittel der Anpassung und Ausbeutung in den Niedriglohnsektoren benutzt wird. Doch dieser selektive Umgang mit Migration ist mit Widerständigkeiten und Beharrlichkeiten konfrontiert, die das System der Ungleichheiten und Unfreiheiten immer wieder herausfordern. Nicht zufällig findet in dieser bewegten Zeit ein dramatischer Hunger­streik von 300 maghreb­inischen MigrantInnen für ihre Legalisierung in Griechen­land statt. Und verstärkt flackern Bleiberechtskämpfe und migrantische Streiks quer durch Europa auf, seit Sans Papiers – ins­be­sondere aus Afrika – vor 15 Jahren in Paris mit der Forderung „Papiere für Alle“ in die Öffentl­ichkeit traten. </p>
<p>Der Aufbruch in Nordafrika zeigt, was alles möglich ist. Es geht um nicht weniger als um ein neues Europa, ein neues Afrika, eine neue arabische Welt. Es geht um neue Räume der Freiheit und Gleichheit, die es in transnationalen Kämpfen zu entwickeln gilt: in Tunis, Kairo oder Bengazi genauso wie in Europa und den Bewegungen der Migration, die die beiden Kontinente durchziehen. </p>
<p>8. März 2011<br />
Afrique-Europe-Interact<br />
Welcome to Europe<br />
Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung</p>
<p><span id="more-162"></span></p>
<p><strong>Gruppen</strong></p>
<ol>
<li>transact!</li>
<li>save-me Kampagne Freiburg</li>
<li>kein mensch ist illegal &#8211; hanau</li>
<li>Monitoring European Police</li>
<li>Bürengruppe Paderborn</li>
<li>Flüchtlingsrat Hamburg</li>
<li>United 4 Iran – Bayern e.V.</li>
<li>Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin</li>
<li>Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V.</li>
<li>Karawane München. Für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen!</li>
<li>Assoziation A Verlag, Berlin/Hamburg</li>
<li>Brot&#038;Rosen Diakonische Basisgemeinschaft, Hamburg</li>
<li>Bayrischer Flüchtlingsrat</li>
<li>Association contre le racisme SOS Racisme Suisse</li>
<li>Stiftung :do</li>
<li>Aktionsbündnis gegen Abschiebung Rhein-Main</li>
<li>Archiv der sozialen Bewegungen Bremen</li>
<li>Aktion Freiheit statt Angst e.V.</li>
<li>pax christi Würzburg</li>
<li>out of control berlin</li>
<li>AG Postkolonial, Leipzig</li>
<li>NoLager Bremen</li>
<li>Antiracist Initiative of Thessaloniki, Greece</li>
<li>Trans-It e.V.</li>
<li>Bündnis gegen Abschiebung und Rassismus, Göttingen</li>
<li>gruppe subcutan (Berlin)</li>
<li>Zukunftskonvent</li>
<li>subalterner kormoran, Hildesheim</li>
<li>Landesvorstand DIE LINKE. NRW</li>
<li>Forum für kritische Rechtsextremismusforschung, Leipzig</li>
<li>glokal &#8211; globalisierung und politisches handeln lernen e.V.</li>
<li>Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.</li>
<li>Rote Christliche Fraktion</li>
<li>Solidarité sans frontières, Schweiz</li>
<li>no-racism.net</li>
<li>Linksjugend ['solid] Hannover</li>
<li>Anarchist Anti-deportation Group Utrecht (AAGU)</li>
<li>Zeitschrift Bürgerrechte &#038; Polizei/CILIP</li>
<li>KuKuMA &#8211; netzwerk für kunst-, kultur- und medien alternativen</li>
<li>Mouvement des sans voix, membre du réseau Afrique- Europe interact</li>
<li>Femmes algeriennes pour le developpement (AFAD)</li>
<li>speak-netzwerk</li>
<li>Gruppe grenzfrei, Münster</li>
<li>no border ffm</li>
<li>Coop Cafe Berlin, Heiner Bücker</li>
<li>Association Beni Znassen pour la Culture, le Dévelopement et la Solidarité (ABCDS)</li>
<li>anti(ra)²dio (Hamburg)</li>
<li>Institut für Theologie und Politik/ Münster</li>
<li>AGEF (Arbeitsgruppe Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung, Institut für Geographie, Uni Innsbruck)</li>
<li>Interventionistische Linke (IL)</li>
<li>Slomotion / antifa Detmold</li>
<li>Flüchtlingsrat NRW e.V. </li>
<li>casablanca e.v. leipzig lindenau </li>
<li>Bürengruppe Paderborn</li>
<li>Café Exil, Hamburg</li>
<li>Infomobil Sportallee, Hamburg</li>
<li>JungdemokratInnen/Junge Linke Berlin</li>
<li>Interkulturelles Zentrum Don Quijote aus Münster</li>
<li>GISTI (groupe d&#8217;information et de soutien des immigrés), France</li>
<li>Forschungsgruppe [KriMi] Kritische Migrationsforschung, Wien</li>
<li>Landesverband DIE LINKE.Bremen</li>
<li>Bundesverband von Linksjugend ['solid]</li>
<li>Kölner Netzwerk kein mensch ist illegal </li>
<li>D.O.R.N. [Kassel]</li>
<li>Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)</li>
<li>antirassistische initiative (Münster)</li>
<li>schwarzer kanal e.v.</li>
<li>Antirassistischen Initiative Berlin</li>
<li>revolta &#8211; antikapitalistische linke, Jena</li>
<li>AG Migration &#038; Antirassismus Attac Berlin</li>
<li>Befreiungstheologisches Netzwerk</li>
<li>Antirassistisches Plenum Hannover</li>
<li>La Marmite aux Idées, Calais</li>
<li>aktion bleiberecht freiburg</li>
<li>collectif Droit de rester pour tou-te-s</li>
<li>Assoziation der Abgeschobenen Malis/Association Malienne des Expulsés (AME)</li>
<li>Engagierte Wissenschaft e.V.</li>
<li>Emanzipatorische Antifa Münster</li>
<li>All Included Amsterdam</li>
<li>Transnationales Aktionsbündnis Bochum/Dortmund</li>
<li>Grünen Jugend Oldenburg</li>
<li>Südwind Tirol</li>
<li>Frankfurt Postkolonial</li>
</ol>
<p><strong>Personen</strong></p>
<ol>
<li>Jana Seppelt, ver.di Hessen</li>
<li>Tobias Schmitt, Institut für Geographie Universität Innsbruck</li>
<li>Dirk Vogelskamp, Komitee für Grundrechte und Demokratie</li>
<li>Tine Maikowski</li>
<li>Julian Stenmanns, Uni Frankfurt</li>
<li>Fabian Georgi, Politikwissenschaftler, Institut für Sozialforschung Frankfurt a.M.</li>
<li>Dr. Silja Klepp, Universität Bremen</li>
<li>Mag Wompel, LabourNet Germany</li>
<li>Timo Flick, Student, Uni Sao Paulo</li>
<li>Franziska Brückner, netzwerk-mira.de</li>
<li>Marie-Luise Ellersiek, Rechtsanwältin, Berlin (eom)</li>
<li>Wilhelm Achelpöhler, Rechtsanwalt, Münster </li>
<li>Saskia Kühn, Berlin</li>
<li>Dr. Ramona Lenz, Migrationsforscherin, Frankfurt am Main</li>
<li>Stefan Wedermann, Student der Politologie, Universität Frankfurt/Main</li>
<li>Christian Dickehut, Münster</li>
<li>Markus Seiwald, Österreich</li>
<li>Klaus Blödow, Medienforum Münster</li>
<li>Peter Berres</li>
<li>Dr. Stephan Dünnwald</li>
<li>Jessica Hentschel, Studentin der Islamwissenschaft, FU-Berlin</li>
<li>Reto Plattner, Basel</li>
<li>Prof. Dr. Annita Kalpaka, Hochschule RheinMain Fachbereich Sozialwesen</li>
<li>Christoph Dahlmann</li>
<li>Markus Kip, Student, Toronto/Frankfurt</li>
<li>Dr. Nina Schuster, Soziologin, Dortmund</li>
<li>Matthias Lehnert, Münster</li>
<li>Olaf Stöcker</li>
<li>Lisa Kemme</li>
<li>Uli v.Sanden</li>
<li>Gerd Mueller von der Haegen, Langwedel</li>
<li>Ulrike Bock, Münster</li>
<li>Kristine Wolf, Doktorandin am Institut für Europäische Ethnologie, HU Berlin</li>
<li>Matthias Schrimpf</li>
<li>Ullika Borkamp, Berlin</li>
<li>Amanda Steinborn</li>
<li>Alice von Bieberstein, PhD Candidate Social Anthropology, Cambridge</li>
<li>Dr. Thomas Seibert, Philosoph, Vorstandssprecher Institut Solidarische Moderne, Frankfurt</li>
<li>Nolten Kattentidt, Münster</li>
<li>Matthias Magnussen</li>
<li>Edo Schmidt, Soziologe, Münster</li>
<li>Dr. Axel Troost, Leipzig, MdB DIE LINKE, Vorstandsmitglied Institut Solidarische Moderne</li>
<li>Hanna Hermes</li>
<li>Julia Pfinder, München</li>
<li>Markus Euskirchen, [> http://www.monthlyreview.org/1107euskirchen-lebuhn-ray.htm]</li>
<li>Matthias Königer</li>
<li>Andrea Krüger</li>
<li>Wolfgang Wodarg</li>
<li>Dorea Pfafferott, Köln</li>
<li>Stephan Behrendt, Witzenhausen</li>
<li>G.D. aus Berlin-Kreuzberg</li>
<li>Franza Drechsel</li>
<li>Bernd Hüttner, Politikwissenschaftler, Bremen</li>
<li>Jenni Klinghammer</li>
<li>Jan Schwarz</li>
<li>Otto Dieners-Konerth, Berlin</li>
<li>Lena Hass, Mainz</li>
<li>Luise Marbach</li>
<li>Annina Fritzen, Hofheim /Ts, Antira Mainz</li>
<li>Murat Cakir, Geschäftsführer der RLS-Hessen</li>
<li>Philipp Einhäuser, Schorndorf</li>
<li>Andrej Hunko, MdB – Die Linke</li>
<li>René Jokisch</li>
<li>Pia Österlind</li>
<li>Sebastian Leierseder, Hildesheim</li>
<li>Dr. Heinz-Jürgen Voß, Hannover</li>
<li>Anne-Christin Hirsch, M.A. Ethnologie</li>
<li>Thomas Atzert, Übersetzer, Frankfurt am Main</li>
<li>Lukas Oberndorfer, juridikum (zeitschrift für kritik|recht|gesellschaft), Institut Solidarische Moderne</li>
<li>Indre Illig, Berlin</li>
<li>Laura Lambert, Berlin</li>
<li>J.M. Keulers, Übersetzerin, Niederlande</li>
<li>Wendelin Schmidt, Frankfurt</li>
<li>Dr. Stefanie Kron, Freie Universität Berlin</li>
<li>Nina Horn</li>
<li>Klinzing, Berlin</li>
<li>Katja Grote, Berlin</li>
<li>Alexander Repenning</li>
<li>Kathrin Meyer, Wien</li>
<li>Rafael Maria Raschkowski, Göttingen</li>
<li>Alexis J. Passadakis, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac</li>
<li>Peter Berres</li>
<li>Dr. Stephan Dünnwald</li>
<li>Jochen Klass, Hanau</li>
<li>Helen Arfvidsson, PhD Student, The Open University, UK</li>
<li>Mario Vötsch, Forschungsmitarbeiter Prostest als Medium, Luzern</li>
<li>Sarah Graber Majchrzak, Historikerin Berlin</li>
<li>Daniel Weidmann, Rechtsanwalt, Berlin</li>
<li>Johanna Boettcher</li>
<li>Claudia Stiewe</li>
<li>Helge Schwiertz, Hamburg</li>
<li>Simon Helling, Münster</li>
<li>Anna Böcker, Gender Initiativkolleg, Uni Wien</li>
<li>Harald Schröder, Ganderkesee</li>
<li>Stephan Junker, Berlin</li>
<li>Benjamin Krauß, 19 Jahre, Schüler</li>
<li>Mag.a Karin Bischof, Institut für Konfliktforschung, Wien</li>
<li>Dagmar Diesner (Filmmaker), Co-founder of Montagna Viva, Italy</li>
<li>Robert H. Ziegler</li>
<li>Sanata Nacro, AntiDiskriminierungsBüro Köln</li>
<li>Katharina Karcher</li>
<li>Prof. Dr. Sabine Hess, Göttingen</li>
<li>Thomas Völker, Student Friedens- und Konfliktforschung, Magdeburg</li>
<li>Sören Heise</li>
<li>Salih Alexander Wolter, Journalist, Berlin</li>
<li>Sabine Kraushaar, Doktorandin, Leipzig</li>
<li>Peter Dippoldsmann, Köln</li>
<li>Regine Wittram, Köln</li>
<li>Dr. Christian Scholl, University of Amsterdam</li>
<li>Kathleen Heft, Initiative gegen Abschiebehaft Berlin</li>
<li>Tobias Bartels</li>
<li>Ulla Jelpke, MdB, Innenpolitische Sprecherin Fraktion DIE LINKE.</li>
<li>Martin Glasenapp (medico international)</li>
<li>Dr. Cornelia Ernst, Mitglied des Europäischen Parlamentes, DIE LINKE</li>
<li>Juliane Nagel, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE Sachsen &#038; linXXnet e.V. Leipzig</li>
<li>Michael Below, Rechtsanwalt, Berlin</li>
<li>Anna-Luise Müller, Berlin</li>
<li>Marina Ginal</li>
<li>Corinna Genschel, Komitee für Grundrechte und Demokratie</li>
<li>Michael Martin Nachtrab, Partenstein</li>
<li>Torben Lüth, Berlin</li>
<li>Paula Grobbecker</li>
<li>Andrea Naica-Loebell, Autorin/Journalistin/Kuratorin, München</li>
<li>Bruno Quélennec, Berlin</li>
<li> Alexa Schweiger, M.A. Volkskunde/Europäische Ethnologie</li>
<li>Sarah Clemens</li>
<li>Magdalena Grützbauch</li>
<li>Alexandra Siebenhofer, Wien</li>
<li>Mareike Heller</li>
<li>Christian Beck, Physiker, München</li>
<li>Dr Encarnacion Gutierrez Rodriguez, University of Manchester</li>
<li>Steffen Stierle, Mitglied im Koordinierungskreis von attac</li>
<li>Martina Pfingstl, Akademie der bildenden Künste, Wien</li>
<li>Karina Goldberg</li>
<li>Tobias Heinzelmann</li>
<li>Margit Rodrian-Pfennig, Institut für Politikwissenschaft, Frankfurt</li>
<li>Dr. Thore Prien, Institut für Politische Wissenschaft, Leibnitz Universität Hannover</li>
<li>Linsenhoff, Berlin</li>
<li>MdB Harald Koch (Fraktion DIE LINKE)</li>
<li>Ruth Hoffer, Frankfurt</li>
<li>Dr.Wilfried Hoffer, Frankfurt</li>
<li>Norbert Koschmieder</li>
<li>Dr Vicki Squire</li>
<li>Katja Kipping, MdB und stv. Parteivorsitzende der LINKEN</li>
<li>Frederik Grüneberg (Schüler)</li>
<li>Athanasios Marvakis,  Aristotle University of Thessaloniki, School of Primary Education</li>
<li>Alexander Ulrich, MdB</li>
<li>Marion von Osten, Berlin</li>
<li>Dorothee Vakalis, Thessaloniki</li>
<li>Julie Sanchez, Frankfurt/Main</li>
<li>Erica Burman, Professor of Psychology, Manchester Metropolitan University</li>
<li>Christiane Mende, initiative gegen abschiebehaft berlin</li>
<li>Selina Moll, Neuendettelsau, Theologiestudentin</li>
<li>Anat Greenstein, Manchester Metropolitan University</li>
<li>Kirsten Huckenbeck, Redaktion express / MigrAr Frankfurt/Rhein-Main</li>
<li>Caroline Seiler, Bonn</li>
<li>Lilo Lottermoser, KPF &#8216;Clara Zetkin&#8217;, LV Hamburg, DIE LINKE </li>
<li>Katharina Kellermann, Frankfurt am Main</li>
<li>Rossella Sorte</li>
<li>Paula Abrams-Hourani</li>
<li>Willi Hejda &#8211; Vorstand IG Kultur Wien</li>
<li>Ivana Domazet, Berlin</li>
<li>Martina Mauer, Flüchtlingsrat Berlin</li>
<li>Reinhild Koggenhorst-Kim </li>
<li>Dr. Angela Waldegg, Frauen in Schwarz &#8211; Wien</li>
<li>Lisa Müller</li>
<li>András Novoszáth, Postgraduate Researcher, Open University, UK</li>
<li>MMag. Bernhard Weidinger, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien</li>
<li>Annamaria Bokor, Wien</li>
<li>Gabi Auth</li>
<li>Friedrich Burschel, Referent zu Neonazismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin </li>
<li>Simon Sontowski, Frankfurt am Main</li>
<li>Garip Bali (Allmende e.V., Sozialberater)</li>
<li>Dr. Regina Schleicher, Universität Leipzig</li>
<li>Christiane Reguer, Ecrainville</li>
<li>Paul Reguer, Ecrainville</li>
<li>Peter Hofmeister, Student der Politischen Wissenschaft, Heidelberg</li>
<li>Caroline Kim, Argentina</li>
<li>Dirk Stegemann, Berlin</li>
<li>Marie-Eve Cosin</li>
<li>Friedrich Karl</li>
<li>Anna Lauenstein</li>
<li>Koray Yilmaz-Günay, Journalist, Berlin</li>
<li>Wenceslas Lizé, Enseignant chercheur, Paris</li>
<li>Daniela Marx, Sozialwissenschaftlerin, Universität Marburg</li>
<li>Philippe Seidel, Genf</li>
<li>Marianne Blidon</li>
<li>Inge Höger, MdB, DIE LINKE</li>
<li>Paul Grasse, Mitglied im Sprecherrat der Berliner AG Frieden der Partei DIE LINKE</li>
<li>Carsten Albrecht, Mitglied DIE LINKE. Berlin-Neukölln</li>
<li>Dr. Nadja Rakowitz, Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Redaktion express</li>
<li>Rudolf Lachinger, Wien</li>
<li>Jasmine Bischke</li>
<li>Kristin Slesazeck</li>
<li>Jessica Stockburger</li>
<li>Manuel Blendin</li>
<li>Vera Böhmer, Lahr</li>
<li>Thomas Ziegler, Marktheidenfeld</li>
<li>Anne Staab,grenzfrei- Festival- Gruppe Münster</li>
<li>Claudia Schwarz, Göttingen, Germany</li>
<li>Petra Nendwich</li>
<li>Nadine Sanitter</li>
<li>Philipp Ratfisch, Hamburg</li>
<li>Aline Silvestre,  Gauche Unitaire, Collectif de soutien aux Sans-Papiers et demandeurs d&#8217;asile du Rhône</li>
<li>Ünal Zeran, Rechtsanwalt </li>
<li>Nele Simon, Hildesheim</li>
<li>Daniel Liebmann, Belgique</li>
<li>Beate Flechtker</li>
<li>Lea Stein</li>
<li>Francesca Falk</li>
<li>Armin Kuhn, Berlin</li>
<li>Julian Smaluhn, Hildesheim</li>
<li>Nadine Henkel, Frankfurt am Main</li>
<li>Ulrich Schönweiß, Stadtrat, Die Linke, Fürth</li>
<li>Enno Janssen (GEW &#8211; BUKO &#8211; BDWI), Hamburg</li>
<li>Kathrin Vogler, MdB, Fraktion Die Linke</li>
<li>Karin Kelz, Hamburg</li>
<li>Martin Mehlis</li>
<li>Michel Agier, anthropologue (EHESS/IRD), Paris</li>
<li>Marie CROZE</li>
<li>Vincent Ferrandini- Paris 11ème</li>
<li>Meryem Marzouki, Paris</li>
<li>Cédric Gauthé</li>
<li>Karl Fischer</li>
<li>Bernadette Montmasson</li>
<li>Nathalie GAYET</li>
<li>Diane Barraud, pasteure, Paris</li>
<li>Fabrice Riceputi, RESF 25</li>
<li>Janine SARKISSIAN</li>
<li>Janine Orssaud</li>
<li>Timoxana, France</li>
<li>Dominique ADOU, Bonneville, France</li>
<li>PD Dr. Aram Ziai, Center for Development Research, Bonn</li>
<li>Henri Glaser</li>
<li>Prof. Dr. Helga Kuhlmann (ev. Theologie, Universität Paderborn)</li>
<li>Prof. Dr. Michael Th. Greven, Universität Hamburg (Politikwissenschaft)</li>
<li>Harriet Walliser, Apothekerin, Göttingen</li>
<li>Tom Walliser, Gymnasiallehrer, Göttingen</li>
<li>Lena Harris, Schülerin, Göttingen</li>
<li>Philipp Zehmisch (Doktorand Ethnologie, München)</li>
<li>Sebastian Salaske, Student der Theologie aus Münster</li>
<li>Dr. Stefanie Graefe, Jena</li>
<li>Matthias Blöser, Marburg</li>
<li>Michel SCOTET, Verdun</li>
<li>Arne Brix, ver.di, Vorstand UNI EUROPA YOUTH</li>
<li>Franziska Scheier</li>
<li>Fiston Massamba, Militant Congolais</li>
<li>Antoine Laplan</li>
<li>Estelle Daniélou, France</li>
<li>Anne Hackert, St. Ingbert</li>
<li>Anne-Marie Lustin , retraitée , Bordeaux , membre de Resf33, Asti33 , Fal33</li>
<li>Antje W.</li>
<li>Karin Kröll, Hamburg</li>
<li>Jana Janicki, Hamburg</li>
<li>Emmely, Einzelhandelsverkäuferin</li>
<li>Maxime Hauray, Marseille</li>
<li>Kathrin Henneberger, Koordinierungskreis Attac Deutschland</li>
<li>Sabine Lösing, Mitglied des Europäischen Parlament, DIE LINKE</li>
<li>Julia Focks </li>
<li>Elke Michauk, Berlin</li>
<li>Bianca Arnold</li>
<li>Rasmus Andresen</li>
<li>Ulrike Albert</li>
<li>Christoph Mayer, Mitglied im Attac Koordinierungskreis</li>
<li>Hanah Abucar</li>
<li>Jean-Luc Gautero, Université de Nice-Sophia Antipolis</li>
<li>Sarah Daum, Tübingen</li>
<li>Janine et Michel ROUX, Marly le Roi</li>
<li>Jayne-Ann Igel, Dresden</li>
<li>Christiane Böhm, Trebur, Die LINKE</li>
<li>Hardy Krampertz, Mitglied im bundesweiten Attac Koordinationskreis </li>
<li>Hanni Gramann, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac</li>
<li>Lars Philipp, Dortmund</li>
<li>Ulf Teichmann, Dortmund</li>
<li>Helga Lenz, Humanistische Union OV Lübeck </li>
<li>Hans Christian Voigt, Wien</li>
<li>Maire Hickey</li>
</ol>
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		<title>(Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus</title>
		<link>http://kritnet.org/2011/unmoglichkeit-der-kritik-im-postfordismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 13:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinterland Magazin &#038; Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung laden ein zu einem Gespräch über die (Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus Positionierungen zwischen Akademie und Aktivismus Öffentliche Abendveranstaltung der 5. Arbeitstagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung Freitag, 25. Februar 2011 19.30 Uhr EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München Es diskutieren: Uli Brand. Professur für Politologie an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kritnet.org/files/2011/02/25.2.2011-kritik.im_.postfordismus.pdf"><img src="http://kritnet.org/files/2011/02/25.2.2011-kritik.im_.postfordismus-cover-235x300.jpg" alt="" title="25.2.2011--kritik.im.postfordismus--cover" width="235" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-155" /></a></p>
<p><a href="http://www.hinterland-magazin.de">Hinterland Magazin</a> &#038; <a href="http://kritnet.org">Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung</a> laden ein zu einem</p>
<p><strong>Gespräch über die<br />
(Un)möglichkeit der Kritik im Postfordismus<br />
Positionierungen zwischen Akademie und Aktivismus<br />
</strong></p>
<p>Öffentliche Abendveranstaltung der 5. Arbeitstagung des Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung</p>
<p>Freitag, 25. Februar 2011<br />
19.30 Uhr<br />
<a href="http://www.einewelthaus.de">EineWeltHaus</a>, Schwanthalerstr. 80, München</p>
<p>Es diskutieren:</p>
<ul>
<li>Uli Brand. Professur für Politologie an der Universität Wien, langjährig aktiv im BUKO und Mitbegründer der Assoziation kritische Gesellschaftsforschung</li>
<li>Marion von Osten. Professorin für bildende Kunst an der Kunstakademie Wien, langjähriges Mitglied von Transit Migration und Initiatorin diverser Politik-Künstlerischer Aktivitäten</li>
<li>Thomas Seibert. Vorstandsmitglied von attac und der Stiftung soziale Moderne, wissenschaftlicher Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitglied der Interventionistischen Linken</li>
<li>Klaus Schönberger. Dozent für Kultur- und Gesellschaftstheorie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und Mitherausgeber verschiedener Bücher und Plattformen, die sich mit politischen Organisationsformen befassen</li>
</ul>
<p><span id="more-154"></span></p>
<p>Die ökonomischen und politischen Verhältnisse im globalen Maßstab ändern sich. Stichworte wären einerseits: das Ende des Systemgegensatzes, das Ende des Wohlfahrtstaates und die weitgehende Prekarisierung und Ökonomisierung weiter Lebens- und Bildungsbereiche, andererseits aber auch die Diagnose der Wissensgesellschaft und das Aufkommen neuer Kommunikations- und Sozialitätsformen in den digitalen Medien. Angesichts dieses Befundes stellt sich die Frage, wie eine linke, progressive politische Praxis und Kritik aussehen kann.</p>
<p>Wie kann sich diese Kritik angesichts der Multiplizierung der Widersprüche verorten, welche SprecherInnenpositionen kann sie beziehen? Auf wen und was kann sie Bezug nehmen? Welche Organisations- und Protestformen sind angebracht und möglich? Und wie läßt sich Wissen, sei es akademisch oder im Aktivismus produziert, kritisch in Stellung bringen? Gibt es so etwas wie eine klassische Gegenöffentlichkeit überhaupt noch? </p>
<p>Diese Fragen wollen wir mit unseren ReferentInnen diskutieren, welche alle langjährige Erfahrungen in unterschiedlichen Praxis- und Wissensfeldern und in der Kontinuität von Akademie und Aktivismus gesammelt haben.</p>
<p>Eine Veranstaltung von kritnet|muc<br />
In Zusammenarbeit mit transit e.V., Karawane München und Hinterland Magazin<br />
Mit freundlicher Unterstützung durch Pro Asyl, Kurt-Eisner-Verein – Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bayern, Netzwerk Selbsthilfe München</p>
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		<title>Abschluß &#8220;Demokratie statt Integration&#8221;</title>
		<link>http://kritnet.org/2011/abschlus-demokratie-statt-integration/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 11:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie statt Integration]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Textes „Demokratie statt Integration“, liebe Freundinnen und Freunde, wir möchten mit der Schließung der Unterschriftenliste im Netz die Kampagne zum Jahresbeginn abschließen und uns für Euer und Ihr Engagement bedanken. Mehr als 3.800 Menschen haben das Statement unterschrieben. Mit einer solchen Resonanz hatten wir nicht gerechnet, zumal das Format weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Textes „Demokratie statt Integration“,<br />
liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>wir möchten mit der Schließung der Unterschriftenliste im Netz die Kampagne zum Jahresbeginn abschließen und uns für Euer und Ihr Engagement bedanken. Mehr als 3.800 Menschen haben das Statement unterschrieben. Mit einer solchen Resonanz hatten wir nicht gerechnet, zumal das Format weder einem Aufruf entsprach, noch konkrete Forderungen erhoben wurden. Aber offensichtlich kam unsere Initiative dem Bedürfnis vieler entgegen, sich öffentlich und mit ihrem Namen der derzeitigen Integrationsdebatte entgegen zu stellen. Dass es so viele geworden sind, freut uns sehr. Ebenso erfreulich waren die vielen Vorschläge für konkrete politische Aktionen und Kooperationen, die uns im Zuge des Unterschriftensammelns erreichten. </p>
<p>Inzwischen hat es Radiointerviews, Zeitungsartikel und in verschiedenen Städten Veranstaltungen rund um „Demokratie statt Integration“ gegeben (z.B. bei <a href="http://www.radio-z.net/de/politik-beitraege/topics/67947.html">Radio Z</a>, die kommende Ausgabe der Zeitschrift <a href="http://www.widerspruch.ch/widerspruch-59">„Widerspruch“</a> und auch im <a href="http://www.diss-duisburg.de/DISS-Journale/diss-journal_20.pdf">DISS-Journal 20</a>).</p>
<p>Bleibt die Frage, ob und wie es weitergehen soll. Denn auch, wenn sich die Wogen der Integrationsdebatte vorerst wieder geglättet haben, ist die Lage alles andere als beruhigend. Die Häufung von Brandanschlägen gegen islamische Einrichtungen in Berlin, die Befunde der Studie „Deutsche Zustände“, die vor einer „Verrohung“ der Mittelschichten und einem „Klassenkampf von oben“ gegen Arme und MigrantInnen warnt, die neue Debatte um „Deutschenfeindlichkeit“ – all dies sind Symptome eines sich verschärfenden gesellschaftlichen Klimas. </p>
<p>Wir werden diesen Entwicklungen nicht tatenlos zusehen. Mit anderen Initiativen, Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und sozialen Bewegungen stehen wir in Kontakt, um über weitere Interventionen zu beraten – dafür werden wir uns auch an die unter euch und Ihnen wenden, die ihr Interesse daran bekundet haben, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Diskussionen und strategische Planungen brauchen ihre Zeit, wir hoffen, dass wir uns im Frühjahr mit neuen Aktivitäten zurückmelden können. </p>
<p>Mit solidarischen Grüßen,</p>
<p>das Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung </p>
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		<title>Soll der Begriff &#8220;Integration&#8221; kritisiert oder verteidigt werden?</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 23:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie statt Integration]]></category>
		<category><![CDATA[diss]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Ausgabe des DISS-Journals (pdf), die Zeitung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) bringt ein Interview, das Siegfried Jäger mit Manuela Bodjadzijev und Serhat Karakayali (beide Mitglieder des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung) geführt hat. Im PDF ab Seite 6.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Ausgabe des <a href="http://www.diss-duisburg.de/DISS-Journale/diss-journal_20.pdf">DISS-Journals (pdf)</a>, die Zeitung des <a href="http://www.diss-duisburg.de/">Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS)</a> bringt ein Interview, das Siegfried Jäger mit Manuela Bodjadzijev und Serhat Karakayali (beide Mitglieder des Netzwerks Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung) geführt hat.</p>
<p><a href="http://www.diss-duisburg.de/DISS-Journale/diss-journal_20.pdf">Im PDF ab Seite 6.</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Demokratie statt Integration</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 16:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie statt Integration]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung hat eine Stellungnahme zur derzeitigen Integrationsdebatte initiiert. Sie ist mittlerweile von über 400 Personen erstunterzeichnet worden und am Freitag, den 1. Oktober 2010 unter dem Titel Nein zur Ausgrenzung in der tageszeitung veröffentlicht worden. Sie finden die Stellungnahme auf unserer Extraseite demokratie-statt-integration.kritnet.org, wo Sie auch die Möglichkeit haben, Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netzwerk <em>Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung</em> hat eine Stellungnahme zur derzeitigen Integrationsdebatte initiiert. Sie ist mittlerweile von über 400 Personen erstunterzeichnet worden und am Freitag, den 1. Oktober 2010 unter dem Titel <a href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/nein-zur-ausgrenzung/">Nein zur Ausgrenzung</a> in der <em>tageszeitung</em> veröffentlicht worden.</p>
<p>Sie finden die Stellungnahme auf unserer Extraseite <a href="http://www.demokratie-statt-integration.kritnet.org">demokratie-statt-integration.kritnet.org</a>, wo Sie auch die Möglichkeit haben, Sie zu unterzeichnen.</p>
<p><a href="http://www.demokratie-statt-integration.kritnet.org"><img src="http://kritnet.org/files/2010/09/dsi-399x300.png" alt="" title="dsi" width="399" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-129" /></a></p>
<p>Wir werden auf dieser Seite über die Reaktionen auf die Stellungnahme berichten. Weiter berichten wir auf unsere <a href="http://www.facebook.com/pages/Demokratie-statt-Integration/149704778401354">Facebookseite</a> und<a href="http://twitter.com/kritnet"> unser Konto bei Twitter</a>.</p>
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		<title>Grenzregime – Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 12:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publikation]]></category>
		<category><![CDATA[grenzregime]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) freut sich, die erste Publikation des Netzwerkes ankündigen zu können: Sabine Hess/Bernd Kasparek Grenzregime. Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa ISBN 978-3-935936-82-8 &#124; 296 Seiten &#124; 5 Abbildungen &#124; Assoziation A &#124; Juli 2010 &#124; 18.00 € / 30.90 sF Spätestens die Erstürmungen der spanischen Enklaven Ceuta und Mellia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung (kritnet) freut sich, die erste Publikation des Netzwerkes ankündigen zu können:</p>
<p><a href="http://borderregime.eu/files/2010/07/cover_grenzregime.png"><img src="http://borderregime.eu/files/2010/07/cover_grenzregime-208x300.png" alt="" title="cover_grenzregime" width="208" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-34" /></a>Sabine Hess/Bernd Kasparek<br />
<strong>Grenzregime. Diskurse, Praktiken, Institutionen in Europa</strong><br />
ISBN 978-3-935936-82-8 | 296 Seiten | 5 Abbildungen | Assoziation A | Juli 2010 |  18.00 € / 30.90 sF</p>
<p>Spätestens die Erstürmungen der spanischen Enklaven Ceuta und Mellia durch hunderte MigrantInnen im Jahr 2005 hat die Vorverlagerung des europäischen Grenzregimes weit über die Grenzen der Europäischen Union in seiner ganzen Dramatik und Konfliktualität zum Ausdruck gebracht. </p>
<p>Die 17 Artikel des vorliegenden ersten Bandes des &#8220;Netzwerks kritische Migrations- und Grenzregimeforschung&#8221; (www.borderregime.eu) spüren den Dynamiken, zentralen alten und neuen Akteuren (UNHCR, IOM, FRONTEX, CIGEM usw.), Diskursen und Praktiken des europäischen Grenzregimes nach. Dabei waren die AutorInnen aus den Sozial-, Kultur- und Politikwissenschaften vor Ort in der Ukraine, in Marokko, in der Türkei, in Mali, dem Kosovo und vergleichend in den Amerikas. </p>
<p><a href="http://borderregime.eu/publikationen/grenzregime/">Weiterlesen auf der Publikationsseite</a></p>
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		</item>
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		<title>Wissen &#8211; Macht &#8211; Unistreik</title>
		<link>http://kritnet.org/2009/wissen-macht-unistreik/</link>
		<comments>http://kritnet.org/2009/wissen-macht-unistreik/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 09:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pirx</dc:creator>
				<category><![CDATA[Position]]></category>
		<category><![CDATA[bolognaprozess]]></category>
		<category><![CDATA[malmoe]]></category>
		<category><![CDATA[mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[unistreik]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Umkämpfte Wissensproduktion, (kritische) Migrationsforschung und das Recht auf Mobilität im Bologna-Prozess. Die im Rahmen des Bologna Prozesses angestrebte Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens verspricht Mobilität, Flexibilität und Internationalität. Sie verspricht bessere Anerkennung von Studienabschlüssen durch die Vereinheitlichung von Lehre und Forschung, sowie bessere Studienbedingungen. Tatsächlich treibt die Umsetzung des Bologna Prozesses mit seinem Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Umkämpfte Wissensproduktion, (kritische) Migrationsforschung und das Recht auf Mobilität im Bologna-Prozess.</em></strong> </p>
<p>Die im Rahmen des Bologna Prozesses angestrebte Vereinheitlichung des europäischen Hochschulwesens verspricht Mobilität, Flexibilität und Internationalität. Sie verspricht bessere Anerkennung von Studienabschlüssen durch die Vereinheitlichung von Lehre und Forschung, sowie bessere Studienbedingungen. Tatsächlich treibt die Umsetzung des Bologna Prozesses mit seinem Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit jedoch Elitenbildung sowie die Hierarchisierung und Ökonomisierung von Wissen voran: Das bedeutet eine Internationalisierung für Einige unter europäisch-selektiven Vorzeichen bei gleichzeitiger Prekarisierung und Ausschluss von Vielen. </p>
<p><span id="more-23"></span></p>
<p><strong>Selektiver Mobilitätsimperativ</strong></p>
<p>Mobilität wird als zentraler Wert propagiert, gleichzeitig wird die zunehmende Abschottung der Grenzen Europas verteidigt. Dabei bildet das Klassifizieren von Migrant_innen auf Basis „fremdenrechtlicher“ Bestimmungen eine zentrale Grundlage, auf der das Aussieben der „besten Köpfe“ zur Schaffung eines europäischen Elitehochschulraumes vorangetrieben wird. Neben den administrativen Zugangsbeschränkungen, der Einführung des dreistufigen Bachelor-Master-PhD-Systems und Knock-Out-Prüfungen, sind es vor allem aufenthalts- und arbeitsrechtliche Bestimmungen der 2009 neuerlich novellierten gesetzlichen Regelungen, die s.g. Drittstaatsangehörige in prekäre Lebensverhältnisse drängen. Einmal erlangte Zugangsberechtigungen oder ein österreichischer Universitätsabschluss sind kein Garant für einen gesicherten Aufenthalt in Österreich. Studierende aus Drittstaaten, die über ein Student_innen-Visum verfügen, werden nach dem erfolgreichen Studienabschluss ausgewiesen, wenn sie das erforderliche Einkommen von monatlich etwa 2400 Euro als „Schlüsselkraft“ nicht vorweisen können. Die rassistische und soziale Selektion vor und während des Studiums findet so auch danach ihre Fortsetzung. Der geforderte Gewinn weist auf eine fatale Verknüpfung der ökonomischen Verwertungslogik mit eurozentrischen Strukturen hin. </p>
<p>Der Prozess der selektiven „Internationalisierung“ ist durch das Spannungsfeld konkurrierender nationalstaatlicher und europäischer Interessen bestimmt, wie beispielsweise die Auseinandersetzungen um die Abschaffung der Studiengebühren für Unionsbürger_innen in Österreich zeigen. Während diese für die Mindeststudiendauer aufgehoben wurden, bleibt die Belastung der Studiengebühren für den Großteil der Drittstaatenangehörigen so- wie der zu erbringende Ersparnisnachweis über mind. 8.000 Euro pro Jahr weiterhin bestehen. Asylwerber_innen und Illegalisierten bleibt der Zugang zu österreichischen Universitäten verwehrt, weil sie die (formalen) „Qualifikationskriterien“ angeblich nicht erfüllen. Für Personen ohne bzw. mit „falschem“ Pass gibt es in Österreich kaum Möglichkeiten, Förder- und Sozialstipendien zu erhalten. So entwickelt sich ein Mobilitätsregime mit einem Anreizsystem für hochwertige außereuropäische Wissenschafter_innen, ein Mobilitätszwang für Prekarisierte und eine komplexe Mobilitätskontrolle. </p>
<p><strong>Lehre und Forschung im Migrationsregime…</strong></p>
<p>Die Widersprüche dieser Selektion stehen in Wechselwirkung mit Formen und Inhalten des Wissens, welche an den Universitäten produziert und gelehrt werden. Während eine Auseinandersetzung mit der eigenen Verwobenheit in die europäische Geschichte des Kolonialismus, des Antisemitismus oder der Rassifizierung in den Wissenschaften weitgehend ausbleibt, zeigen sich die Effekte von Differenzlinien und exkludierender Rationalitäten auch in der hegemonialen Migrations- und Integrationsforschung. Universitäre Migrationsforschung übernimmt vermehrt (über-) staatlich-regulative Rationalitäten und Funktionen und gehorcht damit dem Druck, „verwertbares Wissen“ zu produzieren und drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte an den derzeit geltenden Problemdefinitionen auszurichten. </p>
<p>Dabei klingen Forschungsfragen mitunter recht dynamisch, denn die Forschung zielt nicht mehr nur auf die Erstellung statistischer Datengrundlagen, sondern erfasst auch Erfahrungen und Strategien der Migrant_innen – wobei schon die Bezeichnung „Migrant_in“ auf die Definitionsmacht der Forschung verweist, Menschen in Gruppenkategorien festzuschreiben und als solche zu untersuchen. Aktuelle Migrationsforschung soll so dynamisch sein wie Migrationsbewegungen selbst und dabei Wissen für deren Management bereitstellen. Während in diesen Entwicklungen das Interesse an der Zusammenarbeit mit „kritischen Wissenschaftler_innen“ steigt, werden Migrationsbewegungen bei dieser Art der Wissensproduktion in erster Linie als Kontroll-, Sicherheits- oder Integrationsproblem, bzw. als Wirtschaftsfaktor betrachtet. Migrationswissen verwertbar zu machen ist die Zielsetzung von nationalstaatlichen, zwischenstaatlichen, europäischen und privaten Stiftungstöpfen und Gatherings, über die sich Wirtschaft, Politik und Wissenschaft heute verknüpfen. Diese Formen der Wissensproduktion waren die entscheidenden Grundlagen für die Entstehung von Grenz- und Migrationsregimen, wie wir sie heute kennen. </p>
<p>Durch dieses facettenreiche Wissen sollen Selektionsprozesse legitimierbar, Gründe für Integrationsprobleme sichtbar, Risikopotenziale identifizierbar und geeignete präventive Maßnahmen abgestufter Intervention letztlich durchführbar werden: Das Migrations- und Grenzregime erneuert sich. </p>
<p>Durch die Aneignung ehemals kritischen Wissens durch Politik und staatliche Institutionen stellt sich die Frage nach dem ‚wie‘ der Kritik neu. Die politischen Prämissen und normativen Setzungen, die den Ausgangspunkt – und damit die Rahmung von Migration und Kontrolle – heutiger angewandter Migrationspolitik und -forschung ausmachen, grundlegend zu hinterfragen, könnte dabei als gegen- hegemoniale Praxis verstanden werden. Der vorherrschende Konsens in der Migrationsforschung, den Nationalstaat bzw. die Europäische Union als Container zu denken, in den migriert würde, kann als methodologischer Nationalismus bzw. Eurozentrismus kritisiert werden. Von dieser Kritik ausgehend ist es wichtig, in Frage zu stellen, wie Staatsangehörigkeit, illegale Migration und Grenzen zu gesellschaftlichen Problemen werden und Begriffe wie Integration und Leitkultur hervorbringen und dabei Rassismus kaum zum Thema wird. Es macht nicht nur einen wissenschaftlichen, sondern auch einen politischen Unterschied, ob man sich entscheidet, die Mobilität von Menschen als Zuwanderung von „Fremden“, als humanitäre Migration, Arbeitsmigration oder Fluchtmigration zu bezeichnen. Ein Aspekt kritischer Migrationsforschung ist deshalb die Kritik und Dekonstruktion der Produktion von scheinbar objektivem, universitär abgesichertem „Wissen“ über Migration. </p>
<p><strong>…und umkämpfte Wissensproduktion </strong></p>
<p>Es waren unter anderem die Kämpfe der Migration, wie etwa die Sans Papier Bewegung, oder postkoloniale Theoretiker_innen aus dem globalen Süden, wie der Subaltern Studies Group, die auf die Verzahnung von kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Herrschaftsverhältnissen aufmerksam gemacht haben. Diese haben es vereinzelt geschafft, Formen der antirassistischen Wissensproduktion an den Universitäten zu etablieren.</p>
<p>Sie zeigen damit, dass die Universitäten nicht nur Räume der Produktion und Etablierung von Herrschaftswissen sind, sondern dass dieses Wissen von Lehrenden und Studierenden herausgefordert, kritisiert und verändert werden kann. Auf dem Weg zu einer anderen Universität benötigt es eine Perspektive, die es schafft, die Verzahnung kolonialer und rassistischer Denkmuster und Praktiken mit anderen Herrschaftsverhältnissen wahrzunehmen, und deren Artikulationen und Konjunkturen zu benennen und zu bekämpfen. </p>
<p>Notwendig sind dafür andere Zusammenhänge der Wissensproduktion. Derzeit werden diese Zusammenhänge in den Unistreiks sichtbar. Die Produktion kritischen Wissens nimmt ihren Ausgangspunkt an jenen Orten, wo gesellschaftliche Konfliktlinien bestehen. An den Unis entsteht und zirkuliert Wissen um Widerstandsstrategien gegen die Zugangsbeschränkungen für Migrant_innen. Kritisches Wissen erweitert und transformiert sich dort, wo Studierende in individuellen und kollektiven Kämpfen die Studiengebühren für Migrant_innen aus Drittländern ablehnen. Oder dort, wo kritisches Wissen über Migration thematisiert wird und wo sich strategische Bündnisse zusammenschließen. Kritisches Wissen entsteht in der Bildungsprotestbewegung, wo mitunter nicht akzeptiert wird, dass die postulierte Offenheit des Bologna-Prozesses unter dem Label von Mobilität und Internationalität wieder nur für bestimmte Personengruppen gilt. Wissen macht Unistreik. </p>
<p><em>Petja Dimitrova, Eva Egermann, Andrea Kretschmann, Christina Linortner, Irene Messinger, Petra Neuhold, Paul Scheibelhofer, Marion von Osten (Mitglieder im Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung)</em></p>
<p>Erschienen in <a href="http://malmoe.org/">MALMOE</a> Nr. 48</p>
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